Buchtipp

Kristina Hauff / HanserBlau, 2023

Erzählt wird die Geschichte von fünf Menschen auf einer Segeljacht, die in schwere See geraten, auch in ihren Beziehungen untereinander. Der Urlaub beginnt in Eintracht bei schönstem Segelwetter in den wildromantischen schwedischen Schären, doch der Ton und die See werden nach und nach immer rauer, bis in einer Nacht ein Unglück geschieht.
Begeistert geht man mit an Bord und versinkt bereitwillig in blaukalter Tiefe. Spannende Wendungen und atmosphärische Naturschilderungen zeichnen diesen Roman aus.

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Raphaela Edelbauer / Klett-Cotta, 2023

31. Juli 1914: Ein Pferdeknecht, ein Adliger und eine Mathematikerin treffen sich zufälligerweise in Wien am Vorabend des 1. Weltkrieges und verbringen gemeinsam die Stunden bis zum nächsten Tag in den Strassen dieser lebendigen, aufregenden und fieberhaft pulsierenden Stadt.
Die Autorin beschreibt mit grossem Geschick und Können einen historischen Moment in der Geschichte. Fesselnd und aktuell, ein grosses Lesevergnügen!

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Stine Pilgaard / Kanon Verlag, 2022

Eine Tochter steckt in der Lebenskrise. Ihre Mutter will helfen und weiss auch ungefragt immer Rat.
Diese Weisheiten kommen von Herzen, sind oft aber kaum hilfreich.
Es ist ein Roman über Familie, Liebe und Kummer – melancholisch, schräg hoffnungsvoll. Ein Buch nicht nur für Fans von Mariana Lekys „Was man von hier aus sehen kann“.

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Andrés Barba / Luchterhand, 2022

Wildfremde Kinder fallen in eine Provinzstadt im tropischen Regenwald ein und verbreiten Angst und Schrecken. Woher sie kommen und was sie wollen, bleibt lange unklar. Ihr Rückzugsort ist ein Gewölbe in der Kanalisation, das von farbigen Scherben leuchtet und der Erzählung den Titel gibt.
Spannender, parabelhafter Roman über verlassene Kinder und deren Wut auf die Zivilisation.

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Mohsin Hamid / Dumont, 2022

Stellen Sie sich vor, Sie sind weiss und wachen morgens mit dunkler Hautfarbe auf. Und nicht nur Sie sind davon betroffen, sondern fast alle in ihrer Umgebung. Was verändert sich, wie gehen Sie damit um? Von Rassismus und Menschlichkeit handelt dieser eindringlich erzählte Roman, der zu denken gibt.

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Gøhril Gabrielsen / Insel-Verlag, 2022

Nach „Die Einsamkeit der Seevögel“ schreibt die norwegische Autorin wieder über Frauen. Sie skizziert kühl und intensiv abwechselnd zwei Mutterschaften, gekennzeichnet durch den unbedingten Willen, alles für ihre Töchter zu tun. Dennoch lässt sich das Unglück nicht aufhalten.
Fesselnde Erzählung über Mütter und Töchter im Lichte familiärer Tragödien.

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