Buchtipp

Kim Jiyoung, geboren 1982

Nam-joo Cho / Kiepenheur & Witsch, 2021

Als Jiyoung Mutter wird, gibt sie ihren Beruf auf, um sich ausschliesslich um ihr Kind zu kümmern: so will es die Familie und ihr Mann. Ihre Welt reduziert sich mit einem Schlag auf die in einem Aussenquartier von Seoul gelegene, kleine Wohnung. Ohnehin ungeliebte Familienfeiern sind die einzige Abwechslung im Leben der jungen Mutter und Ehefrau. Eben an einer solchen Feier beginnt Jiyoung in die Person ihrer nicht anwesenden Mutter zu schlüpfen – und es bleibt nicht bei dieser einen Rolle. Ein Psychiater nimmt sich ihrer an und durch seine Augen erfahren wir Lebensgeschichten von Frauen, die auch noch im 21. Jahrhundert gegen Unterdrückung ankämpfen müssen.

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