
Richard Ford / Hanser, 2020
Richard Ford erzählt von Menschen in der Lebensmitte, die sich an einer Standortbestimmung versuchen und Rückschau auf ein Leben halten, das nicht immer nach den einstigen Plänen verlief. Enttäuschung paart sich mit Offenheit für Unerwartetes und Neues und alle Figuren wirken in dieser Unzulänglichkeit zutiefst menschlich. Der amerikanische Autor mit irischen Wurzeln schafft es einmal mehr, aus jeder Erzählung einen kleinen Roman zu machen – dicht und eindringlich und zugleich mit Zurückhaltung erzählt – wunderschön!