
Maggie O’Farrell / Piper, 2020
Es ist ein schwüler Sommertag und ein Junge streicht durch das stille, kühle Haus. Ein wenig vermisst er die Mutter. Der Vater ist in London, wo er am Theater arbeitet, sofern es wegen der Seuche nicht geschlossen wird.
So der Anfang eines Romans, der nicht in der Gegenwart spielt, sondern im 16. Jahrhundert: der Vater des Jungen ist William Shakespeare. Maggie O’Farrel setzt in ihrem eindrücklichen Roman nicht ihn ins Zentrum, sondern seine ebenso aussergewönliche Frau Agnes. Sorgfältig und mit grosser Empathie erzählt: So wird Geschichte lebendig.