
Anousch Mueller | C.H. Beck
Wer im seit Kriegsende stillgelegten Bahnhof ausserhalb des Dorfes lebt, „hat etwas auf dem Kerbholz“: Asoziale, Politische oder Räuber, denkt Leni, die älteste Tochter, die mit ihren Eltern und fünf Geschwistern in diesem abgelegenen, verwunschenen Winkel der ehemaligen Preussischen Staatsbahn haust.
Leni erlebt eine wilde, nicht immer einfache Kindheit, in der sie sich oft in die Normalität der Familien im Dorf wünscht. Der Vater arbeitet als Sanitäter und hat sich als patenter Allrounder im Dorf einen gewissen Respekt erworben, die Mutter hat mit einer schwierigen Vergangenheit zu kämpfen und pflegt eher ihr Aussenseitertum. Dass dem ein Familiengeheimnis zugrunde liegt, findet Leni allmählich heraus.
Ein wunderschön geschriebener Roman, den man nicht vergisst.