
Jane Gardam / Hanser Berlin, 2022
Jane Gardam ist nicht zum ersten Mal ein Tipp an dieser Stelle; die Werke der britischen Autorin wurden zum Teil erst spät ins Deutsche übersetzt, so auch ihr Debütroman von 1978. Im England der 30-er Jahre verbringt die achtjährige Margaret viel Zeit mit dem Hausmädchen Lydia, weil die kleine Familie mit der Geburt eines Brüderchens beschäftigt ist. Was wie ein feinfühlig gezeichnetes Porträt einer kindlichen Seele beginnt, entwickelt sich zu einer höchst dramatischen Geschichte, in der die britische Gesellschaft wiederum eine Hauptperson ist.