
Safia al Bagdadi | Hanser
Als erwachsene Frau erinnert sich Layla an ihre Kindheit, die sie grösstenteils in Saarbrücken verbrachte. Ihre Mutter, eine Französin mit grossbürgerlichem Hintergrund, den sie alle spüren lässt, und ihr Vater – ein irakischer Geschäftsmann – sind ihre Eltern. Die beiden sind ein schönes, glamouröses Paar, das sich zu Beginn seiner Liebe gegen den Klassendünkel der Gesellschaft verbündet.
Als 1991 der Golfkrieg ausbricht, bringt dies die Geschäfte des Vaters ins Schlittern und seine Erfolgslosigkeit treibt ihn in einen religiös-fanatischen Wahn, der ihn von seiner Familie entfernt. Seine Frau und seine Kinder, die ihren Vater immer noch lieben möchten, stehen dem hilflos gegenüber. Mit Layla durchlaufen wir als Leser einen schmerzlichen und berührenden Erkenntnisprozess.