
R. C. Sherriff | Unionsverlag
Bereits 1931 wurde dieser Roman des 1975 verstorbenen englischen Autors veröffentlicht. Unaufgeregt erzählt er von der Pensionierung des Büroangestellten Tom Baldwin, der an einem frostigen Tag in den frühen Zwanzigerjahren in London seinen letzten Arbeitstag antritt.
Zurückhaltend und doch so präzise schildert Sherriff die Befindlichkeit des zukünftigen Rentners, den nichts mehr in seinem Arbeitsumfeld überraschen kann. Mit dem vorhersehbaren Geschenk wird er in die „Freiheit“ entlassen, und dies ist Greengate, das kleine Haus ausserhalb Londons, wo er mit seiner Frau lebt. Sie empfängt ihn wie jeden Abend, ohne die Besonderheit dieses Tages zu würdigen.
Die Suche nach einer neuen Orientierung, nach Sinn überhaupt im Leben, und auch hier die Befindlichkeit einer langjährigen Ehe sind die Inhalte des Romans – das Buch liefert aber auch in schöner und ruhiger Sprache ein eindrückliches Zeitdokument.