
Maylis de Kerangal | Suhrkamp
Aljoscha sitzt im Zug nach Sibirien, wo er seinen Militärdienst antreten wird. Der Zug ist voll von Schicksalsgenossen und künftigen Befehlshabern, die bereits auf der Reise einen Vorgeschmack auf kommende Schikanierungen liefern. Während der Zug durch eine einsame Landschaft ruckelt, steigert sich Aljoschas Angst vor Willkür und Gewalt eines unberechenbaren Regimes ins Unermessliche. Eine junge französische Touristin aus der ersten Klasse ist seine Rettung: sie versteckt ihn vor seinen Häschern.
Ein dünnes, grossartiges Buch, spannend und anrührend und von grosser Ausdruckskraft – einen solchen Text vergisst man nicht.