Buchtipp

Ildikó von Kürthy / Wunderlich, 2022

Ein Roman über Frauen und für Frauen in der Lebensmitte, wie oft in den Geschichten der deutschen Bestsellerautorin. Gloria und Ruth, zwei Schwestern, die sich entzweit haben und deren Vergangenheit eigentlich jede Hoffnung auf eine friedliche Koexistenz zunichtemacht, erfahren in dieser emotionalen, ironisch-humorvollen und schicksalshaften Entwicklungsgeschichte, dass ihre Leben immer noch voller Perspektiven sind.

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Annika Büsing / Steidl, 2022

Ein Debütroman aus dem Jahr 2022 und in diesem Buch gibt es nichts Versöhnliches, auch wenn es mit dem Satz: „Ich liebe dich“ beginnt. Das Leben hat es mit den Hauptfiguren, Nene , einer Bademeisterin und Boris, der seit einer Kinderlähmungserkrankung gehbehindert ist, nicht gut gemeint. Ihre Liebe mündet nicht in ein Happy End ; dieser kleine Roman mit seiner analytischen und glasklaren Sicht über zwei Aussenseiter ist aber eine unvergessliche Lektüre.

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Jane Gardam / Hanser Berlin, 2022

Jane Gardam ist nicht zum ersten Mal ein Tipp an dieser Stelle; die Werke der britischen Autorin wurden zum Teil erst spät ins Deutsche übersetzt, so auch ihr Debütroman von 1978. Im England der 30-er Jahre verbringt die achtjährige Margaret viel Zeit mit dem Hausmädchen Lydia, weil die kleine Familie mit der Geburt eines Brüderchens beschäftigt ist. Was wie ein feinfühlig gezeichnetes Porträt einer kindlichen Seele beginnt, entwickelt sich zu einer höchst dramatischen Geschichte, in der die britische Gesellschaft wiederum eine Hauptperson ist.

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Bonnie Garmus / Piper, 2022

Kochen ist auch Chemie und für die alleinerziehende Chemikerin Elisabeth Zott eine Möglichkeit, selbständig zu bleiben. Es sind die 60-er Jahre und Elisabeth und die universitären Forschungsinstitute in dieser Beziehung nicht besonders fortschrittlich. Elisabeth wird berühmte Fernsehköchin, vermittelt ihren Zuschauerinnen aber weit mehr als Kochkunst!

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Imogen Crimp / Hanser, 2022

In diesem Roman geht es um Gesang; diese Liebesgeschichte spielt jedoch im heutigen London: die junge Anna studiert Operngesang und singt als Jazzsängerin in einer Hotelbar, wo sie den um einige Jahre älteren Max kennenlernt. Sie kommen aus verschiedenen Welten, Anna, die immer mit wenig Geld auskommen musste und Max, der einen gut bezahlten Job in Londons Finanzwelt hat, sich aber beruflich und überhaupt neu orientieren möchte. Imogen Crimp hat einen besonderen Liebesroman geschrieben, in dem es aber auch um eine Frau geht, die sich ihren Platz im Leben sucht.

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Nell Leyshon / Eisele, 2022

Ein historischer Roman aus dem England des 16. Jahrhunderts: Ellyn wächst in bitterer Armut auf; die regelmässigen Gänge in die Stadt, wo die Familie ihre mageren Ernten zu verkaufen versucht, führen sie zum Orgelspiel und Gesang in der nahen Kirche. Ellyn entdeckt ihr musikalisches Talent und setzt nun alles daran, in den königlichen Chor aufgenommen zu werden – dieser ist jedoch nur Knaben vorbehalten …eine eindrückliche Entwicklungsgeschichte einer mutigen jungen Frau.

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