Buchtipp

Stefanie Sargnagel | Rowohlt

Kürzlich hat Ex-US-Präsident Trump die Vorwahlen der Republikaner in Iowa gewonnen. Wer sich in diesem Zusammenhang nicht nur für Politik, sondern auch für den betreffenden Bundesstaat interessiert, dem empfiehlt sich die Lektüre der österreichischen Autorin Stefanie Sargnagel.
Es ist eine Mischung aus persönlichem Erlebnisbericht und eine kritische Auseinandersetzung mit der amerikanischen Kultur, wobei die Autorin nicht nur die Eigenarten der Amerikaner, sondern auch ihre eigenen Gefühle und Gedanken beleuchtet. Zugleich ist es ein unpathetischer Reisebericht und eine Erzählung, die sowohl humorvoll als auch tiefgründig ist und einen einzigartigen Blick auf das ländliche Amerika bietet.
Sehr unterhaltsam und erhellend.

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Walter Tevis | Diogenes

An das «Damengambit» von Walter Tevis erinnern Sie sich bestimmt: Eine junge Frau wird zur begnadeten Schachspielerin, nachzusehen auf Netflix.
Nun handelt der neu aufgelegte Roman des Autors aus dem Jahre 1959 von einem talentierten und ehrgeizigen jungen Billardspieler. Es ist ein Coming-of-Age-Roman, der einen tiefen Einblick in Eddie Felsons Charakter, seine Leidenschaft für das Spiel und die damit verbundenen Herausforderungen gibt. Eddies Aufstieg und Fall und Themen wie Sucht, Obsession und persönliche Entwicklung sind der rote Faden.

Der Autor schafft es, den Leser in eine Welt zu entführen, die gleichzeitig rau und verführerisch ist. Billardhallen und Spielhöllen werden vor dem inneren Auge lebendig. Ein fesselndes Leseerlebnis jenseits gängiger Erwartungen.

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Iris Wolff | Klett-Cotta

Die vielfach ausgezeichnete Autorin beschreibt glänzend die Geschichte einer zerbrechlichen Liebe zwischen Lew und Kato und deren Familien aus Rumänien. Sie beleuchtet das Leben der Protagonisten vor dem Hintergrund historischer Ereignisse wie dem Zweiten Weltkrieg und der kommunistischen Herrschaft in Südosteuropa. Die Handlung wird geschickt rückwärts erzählt, beginnt mit Kapitel Neun in der Gegenwart und endet mit Kapitel Eins mehrere Dekaden zuvor.

Wer eine vielschichtige Erzählweise, komplexe Verflechtungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, tiefgründige Charaktere und die Beschreibung menschlicher Erfahrungen und Emotionen mag, wird dieses Buch schätzen.

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Ernest Hemingway | Rowohlt

Der alte Mann und das Meer erzählt die Geschichte von Santiago, einem kubanischen Fischer, der lange keinen Fisch mehr gefangen hat.
Eines Tages fängt er einen riesigen Schwertfisch, kämpft drei Tage und drei Nächte mit ihm und triumphiert schliesslich. Auf dem Rückweg wird der Fisch jedoch von Haien zerfleischt.
Santiago behält dennoch Stolz und Würde. Aber seine Entschlossenheit und sein existenzieller Kampf gegen die Natur lassen ihn verändert zurück. Herausragend!

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Hermann Melville | Diogenes

Captain Ahab ist besessen davon, den weissen Wal namens Moby Dick zu jagen, der ihm zuvor ein Bein abgerissen hat. Er kommandiert das Walfangschiff Pequod und führt die Besatzung auf dieser gefährlichen und fanatischen Jagd. Es geht um Rache, Obsession, Mensch gegen Natur und die Grenzen menschlicher Macht.
Es kommt, wie es kommen muss: Die Besessenheit von Ahab wird der gesamten Besatzung zum Verhängnis und das Buch endet tragisch mit dem Untergang der Pequod.

Weltberühmt ist der erste Satz: Nenn mich Ismael!

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Daniel Kehlmann | Rowohlt

Eine Doppelbiografie zweier kauziger Forscher:  Der Roman zeigt nicht nur die individuellen Errungenschaften Alexander von Humboldts auf, einem Naturforscher und Abenteurer, sondern auch diejenigen von Carl Friedrich Gauss, einem Mathematiker, der analytisch Bereiche wie Statistik und Astronomie revolutioniert hat.

Der Autor verwebt geschickt Fiktion und Fakten zusammen, um eine unterhaltsame und zugleich tiefgründige Geschichte zu erzählen. Ein einziges Vergnügen!

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